Wertschöpfung mit Patenten
Privaterfinder
"Was kostet eine Blinddarmoperation?" ist selten die erste Frage eines Patienten, der mit Bauschmerzen zum Arzt geht. "Was kostet es, ein Patent in den USA anzumelden?" ist hingegen in vielen Fällen die erste Frage, die speziell unabhängige Erfinder an uns richten. Wir denken, es sollte eine der letzten Fragen sein.
Wir schlagen vor, folgende Überlegungen an den Anfang zu stellen:
- Ist meine Erfindung neu?
- Kann ich anderen verbieten, meine Erfindung zu nutzen?
- Wie kann ich mit meiner Erfindung Geld verdienen?
- Werde ich meine Erfindung selbst herstellen?
- Wie finden ich Partner für die Umsetzung meiner Erfindung?
- Welchen Wert würde ein Patent mit sich bringen?
- ...
Laut Statistik wird die Mehrheit aller erteilten Patente nicht benutzt. Speziell für unabhängige Erfinder sind die Chancen, Einkommen aus einer Erfindung zu erzielen, gering. Wir empfehlen daher, den möglichen Wert eines Patents kritisch zu hinterfragen. Im Rahmen einer Beratung diskutieren wir Ihre spezielle Situation gerne mit Ihnen.
Unternehmen
Dem Patent-Enthusiasmus unabhängiger Erfinder steht oft eine auffällige Zurückhaltung kleinerer und mittlerer Unternehmen entgegen, Ihre Erfindungen über Europa hinaus auch in den USA anzumelden. Dies kann eine riskante Strategie sein, selbst wenn keine direkten Einnahmen aus Lizenzvergabe geplant sind. Nicht zu unterschätzen ist nämlich auch der defensive Wert eines Patentportfolios, Wettbewerber von Angriffen abzuhalten. Die Verteidigung gegen den Vorwurf einer Patentverletzung in amerikanischen Gerichten kann schnell hunderttausende Dollar kosten.
Jedes Unternehmen, das in den USA Produkte verkauft, sollte eine Patentstrategie besitzen. Welche Strategie die richtige ist, hängt vom Einzelfall ab. Einige gute Ideen, welche Bandbreite möglicher Strategien offen steht, können Sie im Buch von Davis und Harrison, Edison in the Boardroom, nachlesen.

